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Workshopangebote

Schnappschuss aus dem Workshop von Herrn Plagge 2008

Die Workshops 1-18 werden am Nachmittag jeweils 2x angeboten. Die Workshops I und II nur jeweils 1x.

Bitte denken Sie daran, bequeme zweckmäßige Kleidung, ggf Sportkleidung mitzubringen. 

  1. Bewegen - Sprechen - Lernen
    Bewegungsorientierte Sprachförderung in der Kita Ines Schulte, Sprachheilpraxis Hannover
  2. Wenn Denken in Bewegung kommt und Bewegung ins Denken
    (Lernen braucht Bewegung aus Sicht der Neurowissenschaften)
    Prof. Dr. Dieter Weber, Fachhochschule Hannover
    Damit Denken in Bewegung kommt, muss Bewegung zum Denken kommen. Denn Denken ist nicht nur eine Form der inneren Wahrnehmung, etwa des Einsehens und Durchschauens, sondern auch der inneren Bewegung, des Begreifens und Erfassens.  Vorbild für die „innere“ Wahrnehmung und Bewegung des Denkens, den inneren Nachvollzug, sind „äußere“ physisch erlebte Wahrnehmungen und Bewegungen. Was aber Denken motiviert, in Bewegung versetzt, sind E-motionen. Dabei vermögen positive Emotionen, die eine Belohnung versprechen, das Denken zu beflügeln. Emotionen aber schieben nicht nur die innere Denkbewegung an, sie brauchen Ausdruck durch äußere Bewegung. Wenn wir Denken, denkt nicht nur unser Kopf, sondern unser ganzer Leib. Beim Denken sind wir mit Leib und Seele bei der Sache.
    1. Bewegung in kleinen Räumen
      Karin Zellmer 
    2. Sicherheit durch Förderung der Sinne z.B. Rollerführerschein
      Hans Szypulski, Verkehrswart Georgsmarienhütte
    3. Bewegte Familien – bewegte Kinder: Familienaktivierung am bewegten Kindergarten
      Prof. Dr. Dörte Detert, Fachhochschule Hannover
      Seit langem ist bekannt, dass eine Begeisterung für Bewegung, wie für alle anderen Themen eng mit den ersten und wichtigsten Bezugspersonen verknüpft ist. Jedes Angebot aus der Kindertagesstätte muss sich zu Hause wiederfinden oder angenommen werden, damit es nachhaltig auf die Entwicklung des Kindes wirkt. Aber wie können wir die Familien erreichen? Welche Konzepte haben sich bewährt? Diesen Fragen soll in dem Workshop nachgegangen werden, wohl wissend, dass es keine Rezepte gibt. Sowohl das Gespräch als auch der thematische Abend sowie alternative Formen der Familienaktivierung werden betrachtet und Probleme thematisiert beim Erreichen von Familien, die wenig Bezug zum Thema Bewegung haben.
    4. Bewegte Kinderfeste
      Jörg Ide, Nieders. Turnerbund, Melle
    5. Vom äußeren zum inneren Gleichgewicht: Elementare Bewegungserfahrung im Vorschulbereich 
      Arbeiten mit dem Material nach Elfriede Hengstenberg
      Walter Plagge, Sozial- und Bewegungspädagoge, Weste
      Diese Konzeption ist ein über Jahre erprobtes, zusätzliches Angebot im Vorschulalter und steht nicht in Konkurrenz zu spielpädagogischer Bewegungsangeboten. Sie fördert gezielt: den: Gleichgewichtssinn, die Koordination, die Geschmeidigkeit, die Konzentration, das Selbstvertrauen und das Sozialverhalten jedes einzelnen Kindes. Kerngedanke ist eine nach gruppenpädagogischen und -dynamischen Grundsätzen strukturierte Vorgehensweise: von der Struktur zum selbstständigen Handeln. Dieser Arbeitsansatz hilft jedem Kind individuell, sich stressarm und angstfrei zu erproben und zu entwickeln.
    6. Bewegungsangebote für unter 3jährige - Aus der Praxis für die Praxis
      Kindertagesstätte Sehlwiese, Laatzen
    7. Erkenntnisse über motorische Entwicklung bei Schuleingangsuntersuchungen
      Sind Jungen die Verlierer? – Testen wir bei Jungen das falsche?
      Wolfgang Kaplick
    8. Räume bewegungsfreundlich gestalten
      Beispiele aus einer Kita
      Willi Klimossek, Kita Moritzberg, Hildesheim
    9. Sinnvoll und alltäglich – Bewegungsschule des Alltags
      Elke Lippa-Jobmann, Praxis Ergotherapeutin und systemische Beratung, Hannover  
    10. Ringen und Raufen mit Mädchen und Jungen
      Marius Kurbel, Wing Tsun Gruppenleiter

      Ringen und Raufen fördert den motorischen und sozialen Bereich.
      Durch ein angepasstes Trainingskonzept werden die Kinder speziell gefördert. Es geht darum die Kinder individuell in den unterschiedlichen Bereichen, wie Motorik, Sozialverhalten, Konzentration etc. zu fördern.
      Ein Bereich der durch das regelmäßige Training verbessert wird, ist sicherlich die Aufmerksamkeit. Den Focus zu halten und Bewegungen konzentriert und genau durchzuführen ist Bestandteil vom Ringen und Raufen.
      Aber auch die Persönlichkeitsentwicklung, wie Selbstvertrauen, Verantwortung wird gefördert.

    11. Kleine und große Spiele - Alte Spiele neu gedacht
      Uschi Selchow, Landesturnschule Melle
    12. Die Schatzsuche im Kindergarten – von einer Defizit zu einer Ressourcenorientierung
      Ines Eisenbarth, Universität Bayreuth
      Die Schatzsuche im Kindergarten ist ein Konzept der Universität Bayreuth und wird derzeit als ein Online-Seminar zur Organisationsentwicklung im Kindergarten angeboten. Es geht darum, die „Schätze“, sprich Ressourcen vor allem von Kindern, aber auch von Eltern und Pädagogischen Fachkräften aufzuspüren und gezielt zu stärken. Jedes Kind ist einzigartig und hat seine besonderen Stärken und Fähigkeiten. Oft nehmen wir diese Ressourcen jedoch gar nicht bewusst wahr, sehen sie als selbstverständlich an, oder konzentrieren uns bei „Problemkindern“ auf vorhandene Defizite. Anhand ausgewählter Praxisbeispiele aus der Schatzsuche im Kindergarten soll gezeigt werden, wie Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten vielfältige Ressourcen von Kindern stärken können. Dabei spielt Bewegung eine zentrale Rolle: „Schatzsuche“ bedeutet auch, die Bewegungsbedürfnisse der Kinder ernst nehmen und ein bewegungsanregendes Umfeld zu schaffen, das Kinder zu kompetenten und starken Persönlichkeiten heranwachsen lässt. In diesem Workshop wird veranschaulicht, was es bedeutet, eine ressourcenorientierte Grundhaltung einzunehmen und welche Auswirkungen dies auf das pädagogische Handeln, insbesondere aber auch auf die Bewegungsangebote in Kitas haben kann.
    13. Motorisch auffällige Kinder – Fördern durch Bewegung und Sport
      Sandra Klimek
      Christa Lauenstein, Astrid-Lindren-Schule Braunschweig

      „Kinder können heute nicht mehr … klettern, … auf einem Bein stehen, ohne umzufallen, … rückwärts laufen oder balancieren, … den Rücken krumm machen, … sich ausdauernd bewegen oder … ihre Bewegungen gut koordinieren“    so wird heute häufig das kindliche Bewegungsverhalten von Lehrerinnen und Lehrern beschrieben (vgl. Kretschmer und Giewald). Auch wenn es nicht so dramatisch ist, darf nicht übersehen werden, dass motorische Probleme das ganze Kind betreffen, auch seine emotionale, soziale und kognitive Entwicklung. Es ist notwendig, diese Kinder so früh wie möglich gezielt zu fördern.
      In diesem Workshop werden an ausgewählten Praxisbeispielen Schwerpunkte der Förderung der „Koordination“ und der „Ausdauer“ in angeleiteten Bewegungsstunden aufgezeigt. Das heißt, es werden unter anderem die Fragen geklärt:
      Wie kann ich gerade junge Kinder fördern, dass sie ihre Bewegungen zunehmend besser koordinieren können? bzw. Wie kann ich sie motivieren, sich länger, also ausdauernd zu bewegen?
      Grundlage hierfür bildet die Veröffentlichungsreihe des Niedersächsischen Kultusministeriums „Kinder fördern durch Bewegung und Sport“.
      (Die Praxisanregungen werden selbst ausprobiert, Sportkleidung ist daher Voraussetzung.)

    14. Bewegungsspiele aus anderen Ländern
      Sven Kammeyer, Landesturnschule, Melle

    15. Rhythmus, Musik, Kindertänze
      Eva Zurmühlen, Werther
      Bewegungen von Kindern werden oft durch Singen oder Sprachspiele begleitet. Das bewirkt, dass einfache Grundbewegungsformen wie Gehen, Hüpfen und Springen rhythmisiert, geordnet und in einem wiederholbaren Ablauf gebracht werden. Aus der Sicht der Kinder sind Musik, Bewegung, Tanz und Sprache unmittelbar verbunden. Bewegungsbegleitung soll Bewegungsabläufe unterstützen, intensivieren und den Bewegungsrhythmus verdeutlichen. Sie soll motivieren,  die Stundenelemente lebendig gestalten und Bewegungshemmungen abbauen.
      Die Rhythmik betrachtet den Einzelnen als Teil seiner Umgebung und nicht herausgelöst als Objekt des pädagogischen Bemühens. Das bedeutet, dass in der rhythmisch-musikalischen Erziehung die Fähigkeiten der sinnlichen Wahrnehmung über die der Mensch Kontakt zu seiner Umwelt herstellt, besonders entwickelt werden.
      Die Rhythmisch-musikalische Erziehung – auch Rhythmische Erziehung oder „Rhythmik“ genannt – ist eine Erziehung durch Bewegung mit dem Medium Musik.„Musik“ ist hier im weitesten Sinne zu verstehen wird.
      Mit Schlaginstrumenten aller Art werden wir den Rhythmus fühlen und verstehen. Mit und ohne Melodie - mit und ohne das Medium Musik. Gemeint sind aber auch das Lied, der rhythmisch gesprochene Satz, ein Reim oder ein Gedicht. Auch der Klang selbst in allen seinen dynamischen Erscheinungsformen kann als musikalisches Medium für die Rhythmische Erziehung genutzt werden. Wir werden tanzen, singen, klatschen und stampfen – und das alles kindgerecht, und direkt umsetzbar für bewegte Einheiten auch nur mal zwischendurch.
    16. "Kneipp ist cool" Ganzheitliche Gesundheitsförderung mit dem Kneipp-KiTa-Konzept, in der KiTa 
      Seelisches Wohlbefinden für Kinder und Erzieher/innen
      Regina Hartmann, Kneipp Bund Landesverband Niedersachsen-Bremen e.V.
      Der einzige ganzheitliche Ansatz zur Gesundheitsförderung nach einem sehr alten und trotzdem zeitgemäßen Gesundheitskonzept beruht auf den Erfahrungen von Sebiastian Kneipp. Gerade zur Prävention im Vorschulalter bieten wir den Kindern einen rreichen Scahtz an Erfahrungen und Realitätsbegegnungen. Ein sehr einfaches und naturnahes Konzept, basierend auf den 5 Wirkprinzipien der Kneipp-Lehre, kann ohne Aufwand und Investitionen, mit Materialien, die bereits in vielen KiTas vorhanden sind, umgesetzt werden.

     

    Bitte beachten:
    Die folgenden beiden Workshops gehen über die gesamte Nachmittagszeit, werden also nur einmal angeboten und können nicht mit einem anderen Workshop kombiniert werden! 

    I) Bewegungsförderung durch Musik
    Volker Rosin

    II) Wassergewöhnung / Anfängerschwimmen
    Stephanie Fahnemann, Hamburg
    (Bitte an Schwimmkleidung denken!!)